Phillip Burmester

Social Media Aktivitäten der Bundesligisten

Letztes Jahr war der HSV noch Social Media Meister. Mittlerweile nehmen auch die wirklich großen Vereine in der Bundesliga sich diesem Thema an. Nicht nur in sportlicher Hinsicht ist der FC Bayern München die Spitze. Die folgende Graphik veranschaulicht die aktuelle Situation der 18 Bundesligisten in den sozialen Netzwerken Facebook, Twitter und Google+.  Hierbei fällt auf, dass es immer noch große Lücken im Bespielen der Einzelnen Netzwerke gibt.
Leverkusen, Düsseldorf, Augsburg und Hoffenheim nutzen zum Beispiel Googleplus noch gar nicht. Gerade das besondere Feature mit den Hangouts von Google ermöglicht einer großen Masse von Fans den Kontakt mit Ihren Idolen.

Die Werksclubs Bayer, Wolfsburg und Hoffenheim müssen um Gunst der Fans kämpfen.


Die Position in den sozialen Netzwerken spielt fast die Lage auf dem Platz wieder

Deutscher Meister wird nur der FCB. Dies singen die Fans des Rekordmeisters jeden Spieltag rauf und runter. Im Social Web zeigt eindeutig wie starkt die Strahlkraft ist. Der FCB hat 6 Mio. Facebook Fans, das sind mehr als alle anderen 17 Bundesligisten zusammen. Zum Tripel reicht es leider nicht, den bei Twitter ist der BVB noch an der Spitze. Laut der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) liegt das Fanpotenzial des Rekordmeisters bei 14 Millionen Fans in Deutschland.

Freiburg pflegt seit dem 24. Mai. 2012 seinen Twitter Account nicht mehr

Im internationalen Bereich liegen die Bayern ordentlich im Rennen. Gegen die wirklich großen Player im Markt wie der FC Barcelona mit 40,5 Mio. Facebook-Fans, Real Madrid mit 36 Mio. und Manchester United mit 31,6 Mio. Fans spielt die deutsche Championsmarke nur eine untergeordnete Rolle.

Kommunikation mit den Fans

In Zeiten von Social Media gehört eine breit aufgestellte Kommunikation zum guten Ton eines jeden Bundesligisten. Die gezielte, strategische und nachhaltig ausgerichtete Unternehmenskommunikation kann für einen Bundesligisten zum klaren Wettbewerbsvorteile werden. Schnellschüsse und einmalige Aktionen bringen in diesem Zusammenhang relativ wenig. Im Sinne einer langfristigen Kundenbindung, setzen viele Unternehmen auf das sog. Relationship Marketing oder auch Beziehungsmarketing genannt. Die systematische Planung, Ausgestaltung und Evaluation der Kommunikationsmaßnahmen sind hier das A und O. Das Konzept zielt nicht unbedingt auf die Gewinnung von neuen Fans bzw. Kunden ab sondern viel mehr auf die die langfristige Bindung von Fans. Regelmäße Konversationen mit den Fans sind deshalb sehr wichtig. Die „Likes“ beispielsweise auf einer Facebook-Fanpage geben zwar Auskunft über die Bruttoreichweite eines Vereins aber viel ausschlaggebender sind hier die „Talking abouts“. Diese Zeigen die tatsächliche Nettoreichweite an.

In diesem Kontext ist besonders die Ausrichtung der Kommunikation an den Bedürfnissen der Fans von äußerster Bedeutung. Wenn Bundesligisten einen Großteil ihrer Postings mit werberelevanten Inhalten füllen, bringt dies für den Fan keinen Mehrwert. Laut dem Mediendirektor des BVB sollten diese Art der Postings bei maximal 2-3% der gesamten Kommunikation ausmachen.

Das FC Bayern zeigt mit folgendem Beispiel, was Online Kommunikation für einen push erzeugen kann. Ein Posting auf der Facebook-Plattform des Clubs brachte der Hypovereinsbank unmittelbar nach der Schaltung 8000 Zugriffe pro Sekunde ein. Insgesamt waren es 250 000 Zugriffe.

Fazit

Social Media wird in der heutigen Zeit immer wichtiger um übergezielte Infoformation und Kommunikation seine Anhängerschaft an sich zu binden. Ziel für Vereine sollte es sein Social Media als zusätzlichen Wertschöpfungskanal zu sehen.  Authentische und dialogorientierte sind zentrale Aspekte für Vereine um eine breite Fansbasis im Netz aufzubauen. Der nächste Schritt ist in einigen Vereinen bereits gegangen. Die Monetarisierung der millionenschweren Followerschaft in den verschiedenen sozialen Netzwerken steht zukünftig im Fokus.

Bildquelle:

http://onlinemarketing.de

fcbayern.telekom.de

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