Phillip Burmester

Das Smartphone als Eintrittskarte ins Stadion?

Komfortabel, schnell, unkompliziert möchten Besucher heutzutage ins Stadion. Derzeit arbeiten viele Bundesligisten an mobilen stadionbezogenen Services. Der HSV schlägt beim Ticketing nun eine neue Richtung mit der Telekom und SKIDATA ein. Welche Vorteile bringt die Zusammenarbeit für den Stadionbesucher? & den Verein?

Der Hamburger SV testet seit November 2012 den Zutritt ins eigne Stadion mit einem elektronischen papierlosen Ticket. Hierfür kooperiert der Hamburger Bundesligist mit der SKIDATA AG. Ein österreichisches Unternehmen, welches  zu den führenden Anbietern von Zutritts-, Management- und Ticketing-Lösungen für den schnellen und sicheren Zugang von Personen und Fahrzeugen zählt.  Der HSV will mit dem Unternehmen, ein digitales Ticket für den Eintritt in die ImTech Arena  auf die Beine stellen.  Erste Test laufen bereits mit Mitarbeitern, die auf Ihrer SIM im Smartphone das Ticket gespeichert haben.  Der HSV will den Fußballfans eine komfortable Ticketlösung anbieten.

Dies funktioniert indem der Fan seine Eintrittskarte in einem für mobile Endgeräte optimierten Ticketshop kauft, um es dann  auf seinem Smartphone abzuspeichern. Um jegliche Sicherheitsbedenken aus dem Weg zu räumen, wird das Ticket mit Hilfe der Telekom App MyWallet gesichert. MyWallet ist eine mobile Brieftasche, in der Bezahlkarten, Coupons und Tickets gespeichert werden. Die App  ist seit Oktober 2012 zu haben. Der Imagefilm veranschaulicht eindrucksvoll, wie vielfältig die Einsatzmöglichkeiten in einem Stadion sein könnten.

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Ziele:

  • Abfertigung großer Besucherströme in kürzester Zeit
  • Abwicklung unterschiedlichster Dienstleistungen während eines Fußballspiele  über ein einziges System
  • Bargeldloses Bezahlen im gesamten Stadionbereich
  • Kundenspezifische Auswertungen und Statistiken
  • Multi-Channel-Ticketing: Ticketbuchung über zahlreiche Ticketanbieter

Für den Eintritt ins Stadion bräuchte man ein NFC-fähiges Smartphone mit einem entsprechendem Terminal an der Arena. Momentan gibt es vier solcher Terminals in der ImTech. In Zukunft ist eine Ausweitung in vielen Bereichen im Stadion denkbar, indem einfach beim Catera oder im Fanshop bequem mobil bezahlt wird. Selbst wenn der Handy-Akku leer sein sollte.

Neue Potenziale erkennen

„Das Smartphone wird immer mehr zum Alleskönner. Ob wir mobil bezahlen oder unser Ticket für den nächsten Bundesliga-Hit ablegen – die NFC-Technologie eröffnet uns viele neue Möglichkeiten. Dabei werden sicherheitsrelevante Informationen in der MyWallet der Telekom entsprechend höchster Sicherheitsanforderungen auf der SIM-Karte gespeichert“, so Stefan Eulgem, Leiter Enabling Services der Telekom.

Der HSV erkennt die Potenziale, die durch die neue Technologie entstehen und sieht bereits die Kassen klingeln. „Wir stellen fest, dass das Smartphone mittlerweile zum festen Begleiter beim Stadionbesuch geworden ist und das alte Taschenradio ersetzt. Mit neuen attraktiven und innovativen Lösungen möchten wir unseren Fans und Besuchern demonstrieren, dass man damit in der Arena mehr machen kann, als nur die aktuellen Zwischenstände abzurufen“, sagt Carlo Dannies, Manager Business Integration beim HSV. „Zusammen mit unseren Partnern arbeiten wir daher daran, die technischen Möglichkeiten zu nutzen, um das Erlebnis des Stadionbesuchs noch intensiver zu gestalten. Dabei untersuchen wir stetig die Möglichkeiten, die sich aus den Themenbereichen NFC, Social Media oder Second Screen ergeben. Dass wir uns auf dem richtigen Weg befinden, zeigt das durchweg positive Feedback der Kollegen, die seit Oktober ihr Smartphone zum Stadionzutritt benutzen.“

Die Vorteile: 

  1. Die Betreiber steigern ihre Gewinne durch kürzere Transaktionszeiten
  2. Die Betriebskosten  deutlich reduziert.
  3. Besserer Service durch kürzere Warteschlange (weniger Wartezeit)

In den USA wird bereits im großen Stil mobil bezahlt. Insgesamt 65 Anbieter europaweit tüftel an mobilen Bezahlsystemen. Erste Flächentests laufen auch schon in Deutschland, obwohl die Meinung für das mobile bezahlen bei den Befragten auseinander geht.

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